Traumatische Verletzungen an der Wirbelsäule entstehen häufig infolge von Unfällen, Stürzen oder sportlichen Aktivitäten und können von stabilen Frakturen bis hin zu komplexen Verletzungen mit neurologischen Ausfällen reichen. Eine rasche und präzise Diagnostik sowie eine individuell angepasste Therapie sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden und die Funktion der Wirbelsäule zu erhalten.
Die Diagnostik erfolgt unmittelbar nach dem Trauma und umfasst eine strukturierte klinisch-neurologische Untersuchung sowie moderne bildgebende Verfahren wie CT und MRT. Ziel ist es, Art und Ausmaß der Verletzung zuverlässig zu beurteilen, Instabilitäten zu erkennen und mögliche Schädigungen von Rückenmark oder Nerven frühzeitig festzustellen.
Durch standardisierte Diagnostikprotokolle wird eine sichere und zeitnahe Therapieentscheidung ermöglicht.
Die Behandlung traumatischer Wirbelsäulenverletzungen richtet sich nach Stabilität, Lokalisation und neurologischem Befund. Viele stabile Frakturen können konservativ mit funktioneller Therapie, Orthesenversorgung und gezielter Physiotherapie behandelt werden.
Bei instabilen Verletzungen, Fehlstellungen oder neurologischen Defiziten kommen moderne operative Verfahren zum Einsatz, darunter minimalinvasive Stabilisierungstechniken und rekonstruktive Eingriffe. Die Therapie erfolgt stets leitliniengerecht und interdisziplinär abgestimmt.
Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung oder Sicherung der Wirbelsäulenstabilität, der Schutz neurologischer Strukturen sowie die bestmögliche funktionelle Erholung. Eine frühzeitige Mobilisation, strukturierte Nachsorge und rehabilitative Maßnahmen sind zentrale Bestandteile des Behandlungskonzepts.
