Die osteoporotische Sinterungsfraktur ist eine häufige Folge der Osteoporose und betrifft vor allem die Wirbelkörper der Wirbelsäule. Bereits geringe Belastungen oder Bagatelltraumata können zu Einbrüchen der Wirbelkörper führen und akute wie chronische Rückenschmerzen verursachen. Eine frühzeitige Diagnostik und gezielte, individuell angepasste Therapie sind entscheidend, um Schmerzen zu lindern, Mobilität zu erhalten und weiteren Frakturen vorzubeugen.
Die Diagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese, eine klinische Untersuchung sowie moderne bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT. Ziel ist es, das Ausmaß der Sinterung zu beurteilen, frische von älteren Frakturen zu unterscheiden und andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen.
Ergänzend erfolgt die Abklärung der zugrunde liegenden Osteoporose, um ein ganzheitliches Behandlungskonzept zu ermöglichen.
Die Behandlung osteoporotischer Sinterungsfrakturen erfolgt stufenweise und orientiert sich an Schmerzintensität, Frakturtyp und Mobilität der Patientinnen und Patienten. In vielen Fällen ist eine konservative Therapie mit Schmerzmedikation, funktioneller Stabilisierung, gezielter Physiotherapie und Osteoporosebehandlung ausreichend.
Bei anhaltenden Schmerzen oder ausgeprägter Wirbelkörperdeformierung können minimalinvasive, interventionelle Verfahren wie Vertebroplastie oder Kyphoplastie in Betracht gezogen werden, um die Stabilität zu verbessern und eine rasche Schmerzlinderung zu erzielen.
Ziel der Therapie ist die effektive Reduktion von Schmerzen, die Wiederherstellung der Mobilität sowie die Vermeidung weiterer osteoporotischer Frakturen. Eine strukturierte Nachsorge, inklusive medikamentöser Osteoporosetherapie und Sturzprävention, ist ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungskonzepts.
