Das Herz schlägt ein Leben lang – rund 100.000 Mal pro Tag, ohne Pause. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Herzklappen: Sie sorgen dafür, dass das Blut in die richtige Richtung fließt und nicht zurückströmt. Doch im Laufe eines Lebens können diese hochpräzisen Strukturen verschleißen, verkalken oder undicht werden – mit spürbaren Folgen für Betroffene.
Wenn das Herz nicht mehr rund läuft
Herzklappenerkrankungen entwickeln sich häufig schleichend. Viele Menschen bemerken zunächst nur, dass sie schneller außer Atem geraten als früher, sich rasch erschöpft fühlen oder ein Druckgefühl in der Brust verspüren. Was zunächst wie normale Alterserscheinungen wirkt, kann in Wirklichkeit ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung der Herzklappen sein – und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Moderne Medizin eröffnet neue Möglichkeiten
Die gute Nachricht: Die Herzmedizin hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Wo früher oft ein großer herzchirurgischer Eingriff notwendig war, stehen heute zunehmend schonende, minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Dabei werden die Herzklappen nicht mehr über eine geöffnete Brust, sondern über kleine Zugänge – etwa über die Leiste oder die Herzspitze – behandelt oder ersetzt. Das bedeutet weniger Belastung für den Organismus, kürzere Krankenhausaufenthalte und eine schnellere Rückkehr in den Alltag.
Besonders für ältere Patientinnen und Patienten oder Menschen mit Vorerkrankungen, die einen klassischen Eingriff nicht gut tolerieren würden, haben diese Verfahren die Behandlungsmöglichkeiten grundlegend erweitert.
Informationsabend am 20. Mai 2026
Wer mehr darüber erfahren möchte, hat am Mittwoch, den 20. Mai 2026 die Gelegenheit dazu: Im Rahmen der Abendvisiten des Marienkrankenhauses Siegen spricht Dr. med. Matthias Janusch von 18.00 bis 19.30 Uhr über moderne Verfahren in der Herzklappentherapie.
Der Vortrag findet im Seminarraum 1 des Ambulanten Zentrums Albertus Magnus statt (Sandstraße 140–144, 57072 Siegen). Dr. Janusch erklärt verständlich, wie Herzklappenerkrankungen entstehen und diagnostiziert werden, welche Behandlungsoptionen heute zur Verfügung stehen und was Patientinnen und Patienten vor und nach einem Eingriff erwartet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und das persönliche Gespräch mit dem Referenten zu suchen.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

