Die Strahlentherapie am St. Marien-Krankenhaus Siegen hat seit Sommer 2025 eine umfassende Modernisierung umgesetzt und damit einen wichtigen Schritt für die onkologische Versorgung in der Region gemacht. Mit neu gestalteten Ambulanz- und Wartebereichen, modernster Medizintechnik sowie dem gezielten Einsatz Künstlicher Intelligenz verbindet die Abteilung medizinische Spitzenqualität mit deutlich mehr Komfort für Patientinnen und Patienten.
Kern der baulichen Maßnahmen ist die vollständige Erneuerung des strahlentherapeutischen Bereichs inklusive der Wartezonen. Helle Flächen, warme Holzakzente, klare Wegeführung und eine ruhige Lichtgestaltung schaffen eine Atmosphäre, die Orientierung bietet und Stress reduziert. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der Patientinnen und Patienten über oft mehrere Wochen hinweg begleitet und spürbar entlastet. Parallel zum Umbau wurde die technische Ausstattung strategisch weiterentwickelt. Die Strahlentherapie arbeitet weiterhin mit drei Linearbeschleunigern und gewährleistet damit eine zuverlässige, wohnortnahe Versorgung für Siegen und das umliegende Einzugsgebiet.
Kürzere Behandlungszeiten für Patienten
Im Zuge eines Anbieterwechsels von Elekta zu Varian / Siemens Healthineers wurde 2025 bereits der erste Linearbeschleuniger erneuert. Mit der nun erfolgten Inbetriebnahme eines hochmodernen Varian-Systems mit HyperSight-Bildgebung erreicht die Abteilung einen weiteren Meilenstein. Die neue Technologie ermöglicht eine tägliche Bildgebung in nur wenigen Sekunden – deutlich schneller und präziser als bisher. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das kürzere Liegezeiten, insgesamt verkürzte Behandlungssitzungen sowie ein Plus an Sicherheit und Schonung.
KI-gestützte Bestrahlungsplanung
„Sechs Sekunden statt zwei Minuten – das ist ein Unterschied, den man auf dem Behandlungstisch wirklich merkt. Gleichzeitig können wir durch die höhere Bildqualität noch gezielter behandeln und gesundes Gewebe besser schützen“, erklärt der Ärztliche Leiter des MVZ Marien Ambulant und Chefarzt Dr. René Baumann. Ergänzt wird die neue Bildgebung durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Mit der neuesten Version von TheraPanacea kann die Bestrahlungsplanung offline-adaptiv an anatomische Veränderungen angepasst werden. Auf Basis der täglichen Bildgebung lassen sich bei Bedarf aktualisierte Pläne erstellen, die die jeweilige Therapiesituation noch genauer abbilden. „Der Körper verändert sich im Verlauf einer Therapie. Mit der Kombination aus HyperSight und KI können wir darauf besser reagieren und die Behandlung langfristig noch schonender gestalten“, so Dr. Baumann. Die Modernisierung ist als mehrstufige Entwicklung angelegt. Für den Sommer 2026 ist der Austausch eines weiteren Linearbeschleunigers durch einen Varian TrueBeam mit HyperArc geplant. Damit werden künftig auch hochpräzise stereotaktische Verfahren bis hin zur Radiochirurgie im Kopfbereich vor Ort möglich – ein weiterer Gewinn für Patientinnen und Patienten in der Region.
Einzige Strahlentherapie für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe
Mit den abgeschlossenen und geplanten Maßnahmen positioniert sich die Strahlentherapie Siegen als leistungsfähiges, zukunftssicheres Zentrum auf Spitzenniveau. „Wir investieren, weil wir Verantwortung für die Region tragen. Unser Ziel ist es, Strahlentherapie auf höchstem medizinischem und menschlichem Niveau wohnortnah anzubieten“, betont Dr. Baumann. Im Rahmen einer Vorab-Besichtigung der neuen Räumlichkeiten in der Strahlentherapie zeigten sich die Gesellschafter der Marien Gesellschaft, die GFO, Marien Stiftung und CURA durchweg begeistert. Die Eindrücke bestätigten sie in der Bedeutung und Richtigkeit der nicht unerheblichen Investition im St. Marien-Krankenhaus.
Bildnachweis: greb.generalplaner

