Millionen Menschen in Deutschland kennen das Gefühl: Treppensteigen wird zur Herausforderung, morgendliche Steifheit gehört zum Alltag, und ein dumpfer Schmerz begleitet jeden Schritt. Arthrose – der schleichende Verschleiß der Gelenkknorpel – zählt zu den verbreitetsten Erkrankungen unserer Zeit. Besonders Hüfte und Knie sind häufig betroffen, und mit zunehmendem Alter steigt das Risiko deutlich an.
Das Gelenkzentrum des St. Marien-Krankenhauses Siegen widmet der Erkrankung eine eigene Abendvisite. Am Donnerstag, den 16. April 2026, lädt die Abteilung für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportverletzungen unter der Leitung von Chefarzt Dr. Alois Franz ab 17.00 Uhr in den Hörsaal des Krankenhauses (5. OG) ein.
Als Referent ist Oberarzt Dr. Andrej Matthies zu Gast – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Schwerpunkt Endoprothetik. Er erklärt, wie es zur Arthrose kommt, welche Warnsignale ernst genommen werden sollten und was die moderne Medizin dagegen tun kann – von schonenden konservativen Therapien bis hin zu operativen Lösungen. Einen besonderen Schwerpunkt legt Dr. Matthies auf den künstlichen Gelenkersatz: Welche Implantate kommen für wen infrage? Wie spielen individuelle Faktoren wie Alter, körperliche Aktivität oder Knochenqualität in die Entscheidung hinein? Und welche Vorteile bieten minimalinvasive Operationstechniken gegenüber klassischen Verfahren?
Der Referent nimmt das Publikum außerdem mit durch den gesamten Behandlungsprozess – von der Vorbereitung auf den Eingriff über die Operation selbst bis zur Rehabilitation. Im Fokus steht dabei auch die Frage, wie es danach weitergeht: Was ist in den ersten Wochen zu beachten? Wie unterstützt man die eigene Genesung? Und was ist langfristig mit einem Implantat möglich – auch sportlich?
Nach dem Vortrag bleibt Zeit für Fragen, persönliche Gespräche mit Dr. Matthies und seinem Team sowie die Möglichkeit, verschiedene Implantate vor Ort in Augenschein zu nehmen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
